Dr. Georg Dirnberger - Neurologie am Stadtpark Dr. Georg Dirnberger - Neurologie am Stadtpark

Kopfschmerz

Kopfschmerz

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt: Etwa 5% der Bevölkerung leidet unter täglichen, etwa 10% unter immer wiederkehrenden Kopfschmerzen. Entsprechen höher ist der Prozentsatz der Personen die einmalig für kurze Zeit unter Kopfschmerzen leiden.

In der Neurologie wird Kopfschmerz von Schmerzen anderer Art abgegrenzt, da er meist ein eigenständiges Krankheitsbild darstellt.

Der modernen Medizin sind über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen bekannt. Dies macht die Diagnose schwierig und eine fachärztliche Abklärung und Behandlung umso wichtiger.

Prinzipiell unterscheidet man die häufigeren primären und selteneren sekundären Kopfschmerzen.

Primäre Kopfschmerzen

Primäre Kopfschmerzen sind Erkrankungen denen keine makroskopische Schädigung des Gehirns zugrunde liegt. In der bildgebenden Diagnostik können keine krankhaften Veränderungen gefunden werden.

Über 90% der primären Kopfschmerzen entfallen auf Migräne und Spannungskopfschmerzen. Bei Migräne kommt es zu plötzlich einsetzendem, starkem, oft einseitig-pulsierendem Schmerz, typischerweise begleitet von Übelkeit und Scheu vor Licht und Lärm. Migräneattacken werden bei manchen Patienten von einer Prodrome – z.B. Sehstörungen – angekündigt. Spannungskopfschmerz hingegen ist dumpf und drückend, meist beidseitig, wie ein Band das sich um Kopf oder Stirn liegt und fest zusammengezogen wird. Die für Migräne typische Licht- und Lärmscheu fehlen hier.

Weitere primäre Kopfschmerzen sind beispielsweise der Husten-Kopfschmerz und der medikamenten-assoziierte Kopfschmerz.

Bei vielen primären Kopfschmerzformen ist die Ursache noch nicht genau bekannt und kann deshalb nicht immer beseitigt werden. Die Vorbeugung zielt darauf ab, zunächst Auslöser für die Entstehung der Schmerzen zu erkennen (nicht alle sind offensichtlich) und diese Situationen und Reize dann zu vermeiden. Wo das nicht ausreicht, besteht die Behandlung oft in einer Schmerzlinderung mit einer Reihe spezieller Medikamente.

Sekundäre Kopfschmerzen

Sekundäre Kopfschmerzen sind Folge einer anderen Erkrankung. Sie sind selten, müssen aber abgeklärt werden um ihre manchmal gefährliche Ursache (z.B. Tumorerkrankungen des Schädels, Blutungen im Gehirn) gegebenenfalls schnell beseitigt zu können.

Hier gilt es eine potentiell gefährliche Erkrankung zu erkennen und ihre Folgen rechtzeitig zu bekämpfen!

Sofern Sie an Kopfschmerz leiden und diesen abklären möchten, freue ich mich auf Ihren Besuch!

Plötzlich einsetzende heftige Kopfschmerzen sind freilich ein neurologischer Notfall, damit sollten Sie umgehend ein Spital aufsuchen!

Nach einem umfassenden Gespräch (Anamnese) und einer eingehenden körperlichen Untersuchung würde ich in aller Regel eine Reihe von Zusatzuntersuchungen anfordern – welche Untersuchungen im Detail hängt von Ihrem Beschwerdebild ab. Sobald eine Diagnose gestellt werden kann, erkläre ich Ihnen diese ausführlich und kann Ihnen dann Optionen für die Behandlung vorschlagen.

Rufen Sie mich gerne an, um einen Termin zu vereinbaren!

Parkinsonsche Krankheit

Parkinsonsche Krankheit

Die Parkinsonsche Krankheit ist eine langsam voranschreitende degenerative Erkrankung des Gehirns, gekennzeichnet durch zunehmende Steifigkeit (Rigor), Bewegungsarmut (Hypokinese) und Zittern (Tremor). Nicht alle Betroffenen zeigen alle drei Charakteristika in gleichem Ausmaß. Im weiteren Krankheitsverlauf ist meist auch der Gang beeinträchtigt (Stolpern, erschwertes Umdrehen), und die Betroffenen sind in ihren Bewegungen aber auch in ihrem Denken verlangsamt.

Basalganglien

Ursache der Erkrankung ist das Absterben von speziellen Nervenzellen in der Substantia nigra, einer im Mittelhirn gelegenen Struktur die den Botenstoff Dopamin herstellt. Der Mangel an Dopamin führt zu 'gestörter Kommunikation' zwischen Teilen des Gehirns und verringert die aktivierende Wirkung der Basalganglien auf die Großhirnrinde.

Die Beschwerden können heute durch eine Reihe von Medikamenten, die oft das im Gehirn fehlende Dopamin ersetzen, deutlich gebessert werden. Auch das Fortschreiten der Erkrankung lässt sich heute durch geeignete Medikamente oft verlangsamen. In bestimmten Fällen, bei denen Medikamente unzureichend wirken, kann durch eine neurochirurgische Operation ("Hirnschrittmacher") eine deutliche Linderung erzielt werden.

Es gibt eine Reihe weiterer, meist seltener Erkrankungen wie Multisystematrophie, Kortikobasale Degeneration, Progressive Supranukleäre Paralyse, Essentieller Tremor und die Wilsonsche Erkrankung (Hepatolentikuläre Degeneration) die ähnliche Beschwerden wie die Parkinsonsche Krankheit hervorrufen. Diese sind in der neurologischen Abklärung mit bildgebenden Verfahren (z.B. Magnetresonanztomographie des Gehirns), neuropsychologischen Untersuchungen und Labortests zu differenzieren.

Sofern Sie Beschwerden bemerkt haben die Sie befürchten lassen an einer dieser Erkrankungen zu leiden und dies abklären möchten, freue ich mich auf Ihren Besuch!

Nach einem umfassenden Gespräch (Anamnese) und einer eingehenden körperlichen Untersuchung würde ich in aller Regel eine Reihe von Zusatzuntersuchungen anfordern – welche Untersuchungen im Detail hängt von Ihrem Beschwerdebild ab. Sobald eine Diagnose gestellt werden kann, erkläre ich Ihnen diese ausführlich und kann Ihnen dann Optionen für die Behandlung vorschlagen.

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Gedächtnis­störungen und Demenz

Gedächtnisstörungen und Demenz

Demenz ist eine Erkrankung infolge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns, mit Störung vieler höherer Funktionen der Gehirnrinde einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache, Sprechen und Urteilsvermögen. Das Bewusstsein ist nicht getrübt, und die Sinnesorgane sind nicht wesentlich beeinträchtigt. Das Gefühlsleben kann beeinträchtigt sein.

Im Unterschied zur angeborenen Minderbegabung muss ein Verlust zuvor bereits erworbener Fähigkeiten vorliegen. Außerdem müssen zur Diagnose einer Demenz die Patienten in ihrer Alltagsaktivität über mindestens sechs Monate eingeschränkt sein.

Es gibt zahlreiche Formen der Demenz. Die Alzheimersche Erkrankung und die gefäßbedingte (vaskuläre) Demenz gehören zu den häufigeren, bekannteren Formen. Seltenere Formen sind die Lewy-Körperchen-Demenz oder Demenzen die besonders die vorderen Abschnitte des Gehirns betreffen (Morbus Pick, frontotemporale Demenzen). Aber auch Stoffwechselstöungen, hormonelle Störungen und Mangelzustände (z.B. an Vitaminen) können zu einer Demenz führen.

Die genaue und möglichst frühe Abklärung ist daher wichtig um solche behebbaren Ursachen zu korrigieren. Wenn das rechtzeitig geschieht, kann oft die frühere Leistungsfähigkeit wiederhergestellt werden. Doch selbst wenn eine andere Demenzerkrankung vorliegt, stehen für unterschiedliche Formen der Demenz verschiedene Medikamente zur Verfügung welche die Beschwerden deutlich lindern.

Viele Menschen bemerken an sich selbst eine 'Vergesslichkeit' und befürchten dann an einer Demenz erkrankt zu sein. Hier ist es wichtig die Beschwerden des Betroffenen einfühlsam und kompetent abzuklären. Sollte keine Demenz vorliegen, erspart das der Personen unnötige Sorgen.

Sollte jedoch tatsächlich eine Demenz vorliegen, kann in der Folge eine zielgerichtete Behandlung beginnen. Nur so lässt sich eine vielleicht heilbare Erkrankung rechtzeitig erkennen bzw. Beschwerden wesentlich erleichtern.

Auch Angehörige von Menschen, die an einer Demenz leiden, stehen oft unter einer großen Belastung. Betreuende Angehörige werden häufig durch die ungeheuren Belastungen, denen sie ausgesetzt sind, selbst krank und benötigen mehr Medikamente und Arztbesuche als Angehörige, die entlastet werden. Für Angehörige kann daher eine Beratung eine große Hilfe sein, um mit ihren Belastungen besser umgehen zu können und sich über mögliche Unterstützungen zu informieren.

Sofern Sie Beschwerden bemerkt haben, die Sie befürchten lassen, an einer dieser Erkrankungen zu leiden und dies abklären möchten, freue ich mich auf Ihren Besuch!

Nach einem umfassenden Gespräch (Anamnese) und einer eingehenden körperlichen Untersuchung würde ich in aller Regel eine Reihe von Zusatzuntersuchungen anfordern – welche Untersuchungen im Detail hängt von Ihrem Beschwerdebild ab. Sobald eine Diagnose gestellt werden kann, erkläre ich Ihnen diese ausführlich und kann Ihnen dann Optionen für die Behandlung vorschlagen.

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Erkrankungen des peripheren Nervensystems

Polyneuropathie

Erkrankungen des peripheren Nervensystems

Polyneuropathien sind Erkrankung des peripheren Nervensystems, die durch eine Schädigung der Nervenzellen oder ihrer Isolierung (der Markscheiden) hervorgerufen werden. Eine solche Schädigung kann z.B. durch Vitaminmangel, Giftstoffe, Stoffwechselprodukte, oder einen 'Irrtum' des körpereigenen Immunsystems, das "aus Versehen" Teile des Nervensystems angreift, herrühren. Meist entsteht die Schädigung über eine lange Zeitspanne hinweg (Monate, Jahre) bevor sich die unangenehmen Folgen der Erkrankung zeigen.

Da periphere Nerven die Haut, Muskeln, Gelenke und innere Organe des ganze Körpers versorgen sind die Beschwerden entsprechend vielfältig – z.B. Kribbeln, Taubheit, Hitze- oder Kältegefühl, Schmerz, Schwäche, Lähmung, Darm- und Blasenentleerungsstörungen, Herzklopfen und/oder Potenzstörungen. Je nach Ursache der Polyneuropathie zeigt sich ein unterschiedliches Spektrum an Beschwerden. Typisch für die meisten Polyneuropathien ist jedoch ein Beginn in den Zehen oder Fingern, da die Nerven die bis an die Enden unserer Arme und Beine führen besonders lange sind, und daher besonders anfällig für alle möglichen schädlichen Einflüsse.

Für die Diagnose liefert manchmal bereits das Verteilungsmuster der Beschwerden wichtige Hinweise. Eine Untersuchung der Leitfähigkeit verschiedener Nerven und eine Blutuntersuchung helfen bei der exakten Diagnosestellung.

Eine möglichst frühe exakte Diagnose ist wichtig, um die richtige Behandlung zu finden und bleibenden Schäden vorzubeugen.

Nervenverletzungen und andere physische Schädigungen

Verletzungen peripherer Nerven können ebenfalls zu einem Funktionsausfall führen. Solche 'traumatische' Schädigungen geschehen oft rasch (z.B. Schnittverletzung), die Ursachen der Beschwerden sind den Betroffenen daher eher bewusst. Doch auch bei Nervenverletzungen sind die Auslöser den Betroffenen nicht immer bekannt (z.B. chronischer Druck durch einen kleinen Leistenbruch auf eine Nerv) und müssen manchmal erst entdeckt werden.

Beim häufigen Karpaltunnelsyndrom bemerken die Betroffenen zunächst ein Kribbeln oder Einschlafen der Hand (besonders am Daumenballen und den darüberliegenden Fingern) das vor allem nachts und frühmorgens auftritt. Mit Fortschreiten der Erkrankung kommt es zu Schmerzen die bis zum Oberarm reichen können, einer zunehmenden Ungeschicklichkeit in der betroffenen Hand und schließlich sogar Muskelschwund im Bereich des Daumenballens.

Eine rasche Untersuchung und Diagnose sind auch hier wichtig um die Heilung nicht zu verzögern und Folgeschäden zu verhindern.

Was kann man tun?

Sofern Sie Beschwerden bemerkt haben die Sie befürchten lassen an einer dieser Erkrankungen zu leiden und dies abklären möchten, freue ich mich auf Ihren Besuch!

Nach einem umfassenden Gespräch (Anamnese) und einer eingehenden körperlichen Untersuchung würde ich in aller Regel eine Reihe von Zusatzuntersuchungen anfordern – welche Untersuchungen im Detail hängt von Ihrem Beschwerdebild ab. Sobald eine Diagnose gestellt werden kann, erkläre ich Ihnen diese ausführlich und kann Ihnen dann Optionen für die Behandlung vorschlagen.

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Multiple Sklerose

Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des Zentral­nervensystems, bei der fehlgeleitete Immunzellen die Isolierung der Nervenzellen in Gehirn und Rückenmark angreifen. Die oft zahlreichen (multiplen) herdförmigen Entzündungsareale führen je nach ihrem anatomischen Ort zum Ausfall unterschiedlicher Funktionen und folglich zu höchst verschiedenen Beschwerden – z.B. Verschwommen-Sehen, Doppelbilder, Kribbeln oder Taubheit an Armen/Beinen, oder Lähmungen.

Die Ausfallserscheinungen können sich plötzlich innerhalb weniger Stunden oder langsam über Monate entwickeln. Meist tritt die Erkrankung schubförmig auf – die Beschwerden bestehen Tage bis Wochen und bilden sich dann langsam vollständig oder teilweise zurück. Seltener verläuft die Erkrankung auch chronisch progredient (kontinuierlich fortschreitend, ohne Schübe).

Die Ursachen der Erkrankung sind nicht geklärt, und Multiple Sklerose ist noch nicht heilbar. Allerdings ist MS heute gut behandelbar. In der Behandlung unterscheidet man zwischen Schubtherapie (stoppt einen Schub), Basis- bzw. Intervalltherapie (verlangsamt das Voranschreiten der Erkrankung) und der symptomatischen Behandlung spezieller Beschwerden (z.B. Besserung der Beweglichkeit, wenn eine Lähmung aufgetreten ist).

Der individuelle Verlauf ist sehr unterschiedlich. Es gibt keine Hilfsbefunde die eine sichere Vorhersage des Verlaufs zulassen. Bei vielen Patienten verläuft die Erkrankung zum Glück gutartig. Die Entzündungen gehen dann großteils zurück und die Beschwerden verschwinden vollständig oder zum größten Teil.

Wie bei vielen anderen neurologischen Erkrankungen stellt die Unsicherheit über den weiteren Verlauf aber oft eine große Belastung für die Betroffenen und ihre Angehörigen dar. Auch in diesem Zusammenhang ist mir eine umfassende Beratung und Unterstützung nicht nur die Erkrankung sondern auch etwaige Befürchtungen und Ängste betreffend sehr wichtig.

Sofern Sie Beschwerden bemerkt haben die Sie befürchten lassen an Multipler Sklerose zu leiden und dies abklären möchten, freue ich mich auf Ihren Besuch!

Nach einem umfassenden Gespräch (Anamnese) und einer eingehenden körperlichen Untersuchung würde ich in aller Regel eine Reihe von Zusatzuntersuchungen anfordern – welche Untersuchungen im Detail hängt von Ihrem Beschwerdebild ab. Sobald eine Diagnose gestellt werden kann, erkläre ich Ihnen diese ausführlich und kann Ihnen dann Optionen für die Behandlung vorschlagen.

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Schlaganfall

Schlaganfall

Der Schlaganfall ist die häufigste neurologische Erkrankung die zu bleibender Behinderung führt. Die Risikofaktoren für einen Schlaganfall sind gut bekannt, ebenso sind es die Möglichkeiten, einem Schlaganfall vorzubeugen.

Ein Schlaganfall ist die Folge einer Durchblutungsstörung oder Blutung im Gehirn. Durch diese Vorgänge erhalten Nervenzellen im Gehirn zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe und gehen zu Grunde. Dies kann zu einem anhaltenden Ausfall von Gehirnfunktionen und in der Folge zu Sprachstörungen, Sehstörungen und Lähmungen führen. Weitere Warnzeichen sind Schwindel, Gleichgewichts- oder Koordinationsstörungen, Gefühlsstörungen (häufig in Arm und Bein derselben Körperseite) und Doppelbilder. Üblicherweise treten bei einem Schlaganfall nur einige wenige dieser Beschwerden auf – welche, hängt davon ab, welche Teile des Gehirns betroffen sind. Die Beschwerden beginnen üblicherweise aber nicht immer plötzlich ('schlagartig', daher der Name der Erkrankung).

Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation handelt es sich erst dann um einen Schlaganfall, wenn die Beschwerden mindestens 24 Stunden anhalten. Mitunter bildet sich jedoch eine Durchblutungsstörung von selbst wieder zurück. Man spricht dann von einer transitorischen (vorübergehenden) ischämischen (minderdurchbluteten) Attacke (TIA) – sie ist ein ernstes Warnsignal, dass Gefahr für einen Schlaganfall besteht!

Der Schlaganfall wie auch die TIA sind akute gefährliche Erkrankungen, die sofort in einem Spital behandelt werden müssen!

Stenose Gefäßengstelle

Das Risiko für einen Schlaganfall steigt mit dem Lebensalter deutlich an. Etwa die Hälfte aller Schlaganfälle ereignen sich bei Patienten über 75 Jahren. Aber auch junge Menschen können einen Schlaganfall erleiden. Etwa 5% der Betroffenen sind unter 40 Jahre alt. Die Natur der Erkrankung erklärt, weshalb erhöhter Blutdruck und Erkrankungen welche die Blutgefäße in Mitleidenschaft ziehen (z.B. Zuckerkrankheit, Herzerkrankungen, verengte Blutgefäße, gestörte Blutgerinnung) ebenfalls das Risiko erhöhen.

Man unterscheidet beim Schlaganfall zwei Formen: den häufigeren ischämischen Schlaganfall, der durch einen Gefäßverschluss entsteht (80% der Fälle), und den selteneren hämorrhagischen Schlaganfall, der durch eine Hirnblutung hervorgerufen wird (20% der Fälle). Jede dieser Formen kann verschiedene Ursachen haben die gewissenhaft abzuklären sind.

Nach einem überstandenen Schlaganfall bleiben oftmals Behinderungen zurück. Die Betroffenen müssen dann wohl oder übel lernen mit Einschränkungen zu leben. Durch wiederholte neurologische und psychologische Untersuchungen lassen sich gezielt die zu einem gegebenen Zeitpunkt bestmöglichen Maßnahmen (z.B. Formen der Rehabilitation) herausfinden und erklären. Oft lässt sich so die Lebensqualität und Lebensfreude des Patienten steigern.

Auch nach einem Schlaganfall sind regelmäßige neurologische Kontrollen wichtig um das Risiko für einen neuerlichen Schlaganfall so gering wie möglich zu halten und das erneute Auftreten von 'kleinen' (für den Betroffenen oft nicht merkbaren) Schlaganfällen früh zu erkennen. Werden sie rechtzeitig erkannt, ist eine Behandlung meist gut möglich!

Sofern Sie schon länger Beschwerden bemerkt haben die Sie befürchten lassen an einem Schlaganfall oder TIAs zu leiden und dies abklären möchten, freue ich mich auf Ihren Besuch!

Bei akuten Beschwerden holen Sie bitte rasch den Notarzt!

Nach einem umfassenden Gespräch (Anamnese) und einer eingehenden körperlichen Untersuchung würde ich in aller Regel eine Reihe von Zusatzuntersuchungen anfordern – welche Untersuchungen im Detail hängt von Ihrem Beschwerdebild ab. Sobald eine Diagnose gestellt werden kann, erkläre ich Ihnen diese ausführlich und kann Ihnen dann Optionen für die Behandlung vorschlagen.

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Syndrom der unruhigen Beine / Restless Legs Syndrom (RLS)

Syndrom der unruhigen Beine / Restless Legs Syndrom (RLS)

Das Restless Legs Syndrom (RLS) bzw. Syndrom der unruhigen Beine ist eine neurologische Erkrankung die durch Gefühlsstörungen – Ziehen, Spannen, Kribbeln, Schmerzen – und einen unbändigen Bewegungsdrang in den Beinen, weniger häufig auch in den Armen, gekennzeichnet ist.

Die Missempfindungen treten typischerweise in Zeiten der Ruhe und Entspannung auf, meistens (allerdings nicht immer) am Abend oder in der Nacht bei ruhigem Sitzen oder Liegen im Bett auf. Langeweile und eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten können die Beschwerden unabhängig von der Tageszeit verstärken.

Charakteristisch für das RLS ist die sofortige Linderung dieser Missempfindungen durch Bewegung -- z.B. Umhergehen oder periodisches Anspannen. Dieser 'Erfolg' führt bei den Betroffenen zu dem unwiderstehlichen Drang, sich immer wieder zu bewegen. Nach kurzfristiger Besserung treten die quälenden Symptome aber rasch wieder auf. Die ständige, vor allem nächtliche Bewegung führt zu Ein- und Durchschlafstörungen. Erschöpfung und Müdigkeit am Tag sind die Folge.

Die Ursache des RLS ist nur zum Teil bekannt. Erbliche Faktoren sind manchmal an der Entstehung beteiligt. Sekundäre, nicht-erbliche Formen des RLS treten unter anderem bei Eisenmangel, Stoffwechselstörungen (z.B. Nierenversagen), hormonellen Veränderungen (z.B. Schwangerschaft) und Erkrankungen peripherer Nerven (z.B. Polyneuropathie) auf.

Die Behandlung des RLS zunächst in der Abklärung und Behandlung möglicher Ursachen für ein sekundäres RLS: Hier muss nach Möglichkeit die zugrundeliegende Ursache beseitigt werden.

Wenn keine Ursache gefunden werden kann, ist eine medikamentöse Behandlung mit Medikamenten die den Dopaminspiegel im Gehirn erhöhen, oft lindernd. Wenn sich die Behandlung mit nur einem Wirkstoff (Monotherapie) als nicht erfolgreich oder nach längerer Anwendung als nicht mehr ausreichend erweist, ist eine Kombinationstherapie möglich.

Letztlich ist das RLS eine in der modernen Neurologie gut behandelbare Erkrankung, doch muss für jeden Betroffenen die optimale Therapie gefunden werden.

Sofern Sie Beschwerden bemerkt haben die Sie befürchten lassen an RLS zu leiden und dies abklären möchten, freue ich mich auf Ihren Besuch!

Nach einem umfassenden Gespräch (Anamnese) und einer eingehenden körperlichen Untersuchung würde ich in aller Regel eine Reihe von Zusatzuntersuchungen anfordern – welche Untersuchungen im Detail hängt von Ihrem Beschwerdebild ab. Sobald eine Diagnose gestellt werden kann, erkläre ich Ihnen diese ausführlich und kann Ihnen dann Optionen für die Behandlung vorschlagen.

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Schwindel

Schwindel

Schwindel bezeichnet sowohl eine Gruppe von Beschwerden (Symptomen) als auch eine Reihe unterschiedlicher zugrundeliegender Erkrankungen.

Bei Schwindel als Erkrankung handelt es sich nicht um ein eigenständiges Krankheitsbild, sondern um den Hinweis darauf, dass im Gleichgewichtssystem – aus den unterschiedlichsten Ursachen – eine Störung vorliegt. Von neurologischen Erkrankungen über psychische Faktoren bis hin zu Erkrankungen des Innenohrs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Drogen und übermäßigem Alkoholkonsum – die möglichen Auslöser für Schwindelgefühle sind vielfältig. Entsprechend werden verschiedene Schwindelformen unterschieden und in größere Gruppen eingeteilt. Diese Übersicht behandelt vorrangig neurologische Ursachen des Schwindels; zum Ausschluss anderer Ursachen ist oft eine ergänzende Untersuchung bei Kollegen anderer Fächer nötig (z.B. HNO).

Eine häufige neurologische Form des Schwindels ist der benigne (gutartige) paroxysmale (anfallsartig auftretende) Lagerungsschwindel. Zu dieser Form des Schwindels kommt es bei Kopfbewegungen, oft nach vorangegangenen Stürzen oder manchmal auch nur geringen Erschütterungen des Kopfes. Das hat seinen Grund im Aufbau des Innenohrs. Im gesunden Innenohr sind winzige Kristalle an bestimmten Stellen fixiert und drücken auf darunterliegende Sinneszellen. Da die Kristalle fixiert sind erzeugen sie bei Gesunden einen gleichmäßigen, stabilen Reiz – kein Schwindel. Haben sich diese Kristalle aber (z.B. nach einem Sturz) gelöst und kollern nach einer Kopfbewegung frei im Innenohr herum, so berühren sie nach Kopfbewegungen mal gar keine Sinneszelle, mal etliche und viel zu heftig – und das löst dann eine Schwindelattacke aus.

Der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel ist durch geeignete Maßnahmen meist gut heilbar.

Auf der anderen Seite ist der Schwindel auch ein wichtiges Leitsymptom bei vielen teils schweren Erkrankungen. So können sich hinter Schwindelgefühlen neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, ein Hirntumor, ein Schlaganfall oder eine geringergradige Durchblutungsstörungen einer zum Gehirn führenden Schlagader verbergen.

Durch eine genaue Befragung der Betroffenen und eine anschließende Untersuchung kann die Ursache des Schwindels häufig noch ohne apparative Untersuchungen herausgefunden werden. In anderen Fällen ist eine weitere Diagnostik notwendig bevor mit einer Behandlung (z.B. medikamentös, oder Physiotherapie) begonnen werden kann.

Sofern Sie unter Schwindel leiden und diese abklären möchten, freue ich mich auf Ihren Besuch!

Nach einem umfassenden Gespräch (Anamnese) und einer eingehenden körperlichen Untersuchung würde ich in aller Regel eine Reihe von Zusatzuntersuchungen anfordern – welche Untersuchungen im Detail hängt von Ihrem Beschwerdebild ab. Sobald eine Diagnose gestellt werden kann, erkläre ich Ihnen diese ausführlich und kann Ihnen dann Optionen für die Behandlung vorschlagen.

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Epilepsie

Epilepsie

Epilepsie folgt aus einer Funktions­störung des Gehirns, bei der sich zahlreiche Nervenzellen plötzlich und gleichzeitig entladen. Diese Entladungen dauern meist nur Sekunden bis wenige Minuten. Von Epilepsie im engeren Sinne spricht man erst bei mindestens zwei epileptischen Anfällen ohne äußere 'Provokation' (wie z.B. Drogeneinnahme).

Epilepsie ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten. Man unterscheidet idiopathische Epilepsien, die manchmal eine erbliche (genetische) Ursache haben, von symptomatischen Epilepsien, denen eine andere – oft neurologische – Erkrankung zugrunde liegt (z.B. Hirnverletzungen, Gefäßmissbildungen, Schlaganfälle, Gehirntumoren, Schwangerschaftskomplikationen).

Bei epileptischen Anfällen sind die Symptome davon abhängig, welche Hirnregion betroffen ist. So können Betroffene unwillkürliche, von ihnen selbst nicht kontrollierbare Bewegungen ausführen, immer wieder für Momente 'nicht ansprechbar' sein, als geistig abwesend oder vergesslich auffallen, oder abnorme Gefühle und Wahrnehmungen (wie Riech-, Geschmacks- oder Sehstörungen) bemerken. Keineswegs bei allen Formen verliert der Betroffene plötzlich das Bewusstsein und fällt unter Krämpfen zu Boden.

Epilepsie ist heute eine gut behandelbare neurologische Erkrankung. Moderne Medikamente erlauben den meisten Epileptikern, ein weitgehend normales Leben zu führen. Nachdem in einer Reihe von Untersuchungen die genaue Art der Epilepsie abgeklärt wird, ist in der Mehrzahl der Fälle die Behandlung mit einem einzigen Medikament ausreichend dessen regelmäßige Einnahme die Zahl der Anfälle deutlich reduziert und oft sogar für Jahre völlig zum Verschwinden bringt.

Sofern Sie unter Epilepsie leiden und diese abklären möchten, freue ich mich auf Ihren Besuch!

Nach einem umfassenden Gespräch (Anamnese) und einer eingehenden körperlichen Untersuchung würde ich in aller Regel eine Reihe von Zusatzuntersuchungen anfordern – welche Untersuchungen im Detail hängt von Ihrem Beschwerdebild ab. Sobald eine Diagnose gestellt werden kann, erkläre ich Ihnen diese ausführlich und kann Ihnen dann Optionen für die Behandlung vorschlagen.

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Muskel­erkrankungen

Muskelerkrankungen

Typische Symptome der Muskel­erkrankungen sind Muskelschwäche, rasche Ermüdbarkeit und Ver­schmächtigung der Muskulatur. Oft wird vereinfachend von Muskelschwund gesprochen. Bei manchen Erkrankungen treten dazu Muskelschmerzen oder Krämpfe auf.

Man unterscheidet zwischen Muskelerkrankungen im engeren Sinne, Erkrankungen des neuromuskulären Überganges (im winzigen Zwischenraum zwischen Nervenendigung und Muskel) und Erkrankungen der die Muskulatur versorgenden Nerven die – da der Muskel die Nervenerkrankung "bemerkt" und darauf reagiert – auch zu krankhaften Veränderungen an den betroffenen Muskeln führen.

Muskelerkrankungen im engeren Sinne

Dies sind Erkrankungen der Muskelzellen, insbesondere der sogenannten quergestreiften Muskulatur mit der wir Arme und Beine bewegen, das Zwerchfell beim Atmen, und unsere Gesichtsmuskulatur, wenn wir lachen oder weinen. Muskelerkrankungen im engeren Sinn sind die Muskeldystrophie, Muskelentzündung und Stoffwechselerkrankung des Muskels.

Muskeldystrophien

Muskeldystrophien sind zuallererst durch Schwächen gekennzeichnet, die meist besonders die rumpfnahe Muskulatur (Oberschenkel, Oberarme) betrifft. Welche Muskelgruppen vordringlich betroffen sind und wie der Verlauf ist, hängt von der speziellen Erkrankung ab. Bei der Muskeldystrophie vom Typ Becker und Typ Duchenne ist zunächst die Hüftmuskulatur betroffen, bei der fazio-skapulo-humeralen Muskeldystrophie die Muskulatur des Gesichts und im Schulterbereich.

Bei allen Formen der Muskeldystrophien wird die betroffene Muskulatur schmächtiger. Allerdings können bestimmte Muskelgruppen äußerlich sehr kräftig und gut ausgebildet erscheinen, da die Muskulatur teilweise durch Binde- und Fettgewebe ersetzt ist das "dicker" erscheint als die zuvor vorhandene Muskulatur. Besonders häufig ist dies an den Waden zu beobachten – man spricht von sogenannter Pseudohypertrophie.

Zu beachten ist die bei einigen Muskeldystrophien auftretende Beteiligung der Herzmuskulatur.

Muskelentzündungen

Die Muskelentzündungen stellen eine uneinheitliche Gruppe von Muskelerkrankungen dar. Es gibt durch Erreger (Bakterien, Viren) bedingte Muskelentzündungen und solche bei denen die Körperabwehr, das Immunsystem, aus einem Irrtum heraus eigenes Gewebe, hier bestimmte Muskelzellen, angreift.

Die Unterscheidung zwischen erregerbedingter Muskelentzündung und Autoimmunerkrankung ist wichtig, da im ersten Fall das Immunsystem gestärkt werden muss um einen feindlichen Erreger zu bekämpfen, im zweiten Fall aber gebremst werden muss da ein Angriff auf gesundes Muskelgewebe zu Unrecht erfolgt.

Sowohl erregerbedingte Muskelentzündung als auch Autoimmunerkrankung lassen sich meist gut medikamentös behandeln.

Stoffwechselerkrankung des Muskels

Bei Stoffwechselerkrankung des Muskels werden zwar wie im gesunden Muskel Kohlenhydrate und Fette in die Muskelfaser aufgenommen, können aber nicht abgebaut (nicht metabolisiert) und dabei zur Energiegewinnung genutzt werden. Dieser Energiemangel macht sich als Schwäche bemerkbar. Je nach Erkrankungen liegt das Maximum der Schwäche bei unterschiedlichen Muskelgruppen. Mitunter kann es auch zu belastungsabhängigen Muskelschmerzen kommen. Beispiele für Stoffwechselerkrankung des Muskels sind Glykogenosen und Lipidspeichermyopathien.

Erkrankungen des neuromuskulären Überganges

Die beiden mit Abstand häufigsten Erkrankungen des neuromuskulären Überganges sind die Myasthenia gravis und das Lambert-Eaton-Syndrom.

Beide Erkrankungen sind sogenannte Autoimmunkrankheiten. Das bedeutet, dass der Körpers aus einem Irrtum heraus eigenes Gewebe angreift. Bei Myasthenie und Lambert-Eaton-Syndrom richtet sich dieser Angriff gegen Eiweißverbindungen (Rezeptoren) am Übergangs vom Nerv zum Muskel, Teile der sogenannten motorischen Endplatte.

Bei der Myasthenia gravis lässt typischerweise die Kraft der betroffenen Muskel bei Belastung rasch nach. Nach einer Ruhepause kann die Muskulatur dann wieder eingesetzt werden. Besonders stark ist häufig die Muskulatur zur Bewegung der Augen und zum Heben der Augenlider betroffen, aber auch auf die rumpfnahe Muskulatur. Bei schweren Verläufen kann auch die Atemmuskulatur betroffen sein. Meist lässt sich die Erkrankung mit Medikamenten gut lindern.

Beim selteneren Lambert-Eaton-Syndroms stehen Schwäche und Ermüdbarkeit der rumpfnahen Muskulatur im Vordergrund, insbesondere der Becken- und Oberschenkelmuskulatur, doch auch hier kommen Schwächen der Augen-, Sprech- und Schluckmuskulatur vor. Die Kraft ist bei der Prüfung eines betroffenen Muskels typischerweise zunächst gering, nimmt dann für kurze Zeit zu, bis schließlich (früher als bei Gesunden) erneut Erschöpfung eintritt. Bei etwa der Hälfte der Patienten tritt die Erkrankung gemeinsam mit einer Tumorerkrankung als sogenanntes paraneoplastisches Syndrom auf. Auch das Lambert-Eaton-Syndrom ist zumeist gut mit Medikamenten zu behandeln.

Erkrankungen der die Muskulatur versorgenden Nerven

Die spinale Muskelatrophie ist ein Beispiel für eine neuromuskuläre Erkrankung, bei der Muskelzellen und die sie versorgenden Nerven gemeinsam beeinträchtigt sind. Ursache der spinalen Muskelatrophie ist eine Erkrankung von Zellen im Rückenmark, deren Ausläufer als Nervenfasern bis zu den Muskeln an Rumpf, Armen und Beinen ziehen. Während die Ursache der Erkrankung also in den Nervenzellen liegt, "bemerken" die Muskeln die fehlende Nervenversorgung und werden schwächer. So ist der Muskel das Organ, durch dessen Schwäche die Erkrankung erst auffällt.

Je nach Verlaufsform liegt die Schwäche bereits bei der Geburt vor und schreitet rasch fort (Typ Werding-Hoffmann) oder tritt erst im Erwachsenenalter auf und schreitet langsam voran (Typ Kugelberg-Welander).

Was kann man tun?

Sofern Sie befürchten an einer Muskelerkrankung zu leiden und dies abklären möchten, freue ich mich auf Ihren Besuch!

Nach einem umfassenden Gespräch (Anamnese) und einer eingehenden körperlichen Untersuchung würde ich in aller Regel eine Reihe von Zusatzuntersuchungen anfordern – welche Untersuchungen im Detail hängt von Ihrem Beschwerdebild ab. Sobald eine Diagnose gestellt werden kann, erkläre ich Ihnen diese ausführlich und kann Ihnen dann Optionen für die Behandlung vorschlagen.

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Erkrankungen des Schlaf-Wach-Rhythmus

Erkrankungen des Schlaf-Wach-Rhythmus

Etwa ein Viertel aller Österreicher leidet unter Schlafstörungen. Für den Laien ist es nicht leicht eine bestehende Schlafstörung zu erkennen, und noch viel schwerer, die Ursache zu ergründen. Nach den Ursachen der Schlafstörung unterscheidet man zwischen Dyssomnien (Störungen im Einsetzen, im Verlauf oder in der Dauer des Schlafes), Parasomnien (ungewöhnliche Verhaltensweisen während des Schlafes) und gestörtem Schlaf als Begleiterkrankung sowie andere Schlafstörungen.

Dyssomnien (Einschlafstörungen, Durchschlagstörungen, Tagesmüdigkeit)

Dyssomnien sind Störungen im Einsetzen, im Verlauf oder in der Dauer des Schlafes, und daraus folgende Probleme. Diese können einerseits durch im Körper gelegene Ursachen (z.B. Schlafapnoe, Narkolepsie, periodische Bewegungen der Gliedmaßen; siehe auch Syndrom der unruhigen Beine, andererseits durch von außen einwirkende Faktoren (z.B. Sauerstoffmangel bei großer Höhe, nächtliches Essen und Trinken, medikamenten- und schadstoffbedingte Schlafstörungen) ausgelöst werden. Zusätzlich werden Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus (z.B. in Zusammenhang mit Schichtarbeit oder Zeitzonenwechsel – Jet Lag) zu dieser Gruppe der Schlafstörungen gerechnet.

Schlafapnoesyndrom

Bei Schnarchern muss an ein Schlafapnoesyndrom gedacht werden. Bei der obstruktiven Schlafapnoe (einer besonders häufigen Form) kommt es aufgrund mechanischer Veränderungen der oberen Atemwege durch verminderte Muskelspannung, Fetteinlagerung oder diverse Atemhindernisse zu Atembehinderung während des Schlafes. Das führt zum Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut. Dieser Sauerstoffabfall wiederum alarmiert das Gehirn, der Betroffene wacht ganz kurz auf (meist ohne es zu merken), ringt nach Luft – um dann erneut einzuschlafen, wodurch der Sauerstoffmangel erneut eintritt und der Kreislauf sich wiederholt. Die Folge der Schlafapnoe sind Tagesmüdigkeit trotz langer Schlafdauer, erhöhte Unfallgefahr, Neigung zu Bluthochdruck sowie erhöhte Risiken für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Narkolepsie

Die Narkolepsie ist eine seltene Schlafstörung die durch eine Kombination aus unaufhaltbarem Schlafdrang, Schaflähmung, hypnagogen Halluzinatonen (Halluzinationen beim Einschlafen oder Aufwachen) und Kataplexie (plötzlicher Verlust der Muskelspannung und Kollaps, oft durch heftige Emotionen oder Schreckreize ausgelöst) gekennzeichnet ist. Jedoch weist nur etwa die Hälfte der Patienten alle vier dieser Beschwerden auf. Die Narkolepsie wird neuesten Erkenntnissen zufolge durch Auto-Antikörper ausgelöst, die aus einem Irrtum heraus an jenen Teilen des Gehirns andocken die für die Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus zuständig sind. Es handelt daher um eine Autoimmunerkrankung.

Parasomnien (Störungen des Schlafprozesses)

Parasomnien sind ungewöhnliche, den Patienten oder seine Nächsten oft belastende Verhaltensweisen, die während des Schlafes auftreten. Hierzu gehören z.B. Schlafwandeln, Sprechen im Schlaf, Alpträume, Störungen des Traumschlafs, nächtliches Zähneknirschen und Bettnässen.

Gestörter Schlaf als Begleiterkrankung und andere Schlafstörungen

Eine große Zahl neurologischer, psychiatrischer, internistischer und anderer Erkrankungen beeinträchtigen den Schlaf der Betroffenen. Ein extremes Beispiel ist die afrikanische Schlafkrankheit, eine durch Parasiten ausgelöste Erkrankung, die glücklicherweise in Österreich nicht vorkommt (außer ganz selten nach Fernreisen). Doch wirken sich auch eine Reihe "gewöhnlicher" Erkrankungen wie z.B. chronische Herzkrankheiten, Asthma, Bronchitis, Rückfluss von Magensaft in die Speiseröhre, Blutarmut, Magengeschwüre und Übergewicht negativ auf die Schlafqualität aus.

Was kann man gegen Schlafstörungen tun?

Wichtig ist zunächst, eine falsche Organisation des Schlaf-Wach-Rhythmus zu vermeiden, z.B. durch das Vermeiden übergroßer Aktivität vor dem Schlafengehen, Vermeiden von zu spätem Essen, Verzicht auf abendlichen Alkoholkonsum, Einhalten regelmäßiger Einschlafzeiten, und ausreichende Schlafdauer. Eine solche Schlafhygiene ist ein erster Schritt.

Sind die Beschwerden intensiver oder dauern sie länger an, sollte ein Arzt aufgesucht werden der dann weiterführende Untersuchungen und eine Behandlung durchführt.

Sofern Sie an Schlafstörungen leiden und diese abklären möchten, freue ich mich auf Ihren Besuch!

Nach einem umfassenden Gespräch (Anamnese) und einer eingehenden körperlichen Untersuchung würde ich in aller Regel eine Reihe von Zusatzuntersuchungen anfordern – welche Untersuchungen im Detail hängt von Ihrem Beschwerdebild ab. Sobald eine Diagnose gestellt werden kann, erkläre ich Ihnen diese ausführlich und kann Ihnen dann Optionen für die Behandlung vorschlagen.

Rufen Sie mich gerne an, um einen Termin zu vereinbaren!

Schmerz als Erkrankung

Schmerz als Erkrankung

Schmerz, der in seiner Starke nicht angemessen ist oder über einen unangemessen langen Zeitraum anhält, ist schädlich und als krankhaft anzusehen.

Es werden verschiedene Arten von Schmerz unterschieden:

Nozizeptiver Schmerz

Nozizeptiver Schmerz entsteht durch Aktivierung der Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren) im Gewebe, beispielsweise nach Verletzungen oder Operationen. Er veranlasst uns zu Reaktionen die den Körper vor einer weiteren Schädigung bewahren, und hat dadurch eine wichtige Schutzfunktion. Dauert nozizeptiver Schmerz allerdings länger als angemessen an, verliert er diese Funktion und ist als krankhaft anzusehen.

Neuropathischer Schmerz

Neuropathischer Schmerz entsteht durch eine Schädigung im Schmerzverarbeitungssystem (periphere Nerven, und Teile von Rückenmark und Gehirn). Er ist häufig mit einem gesteigerten Schmerzempfinden oder einem Schmerzempfinden auf normalerweise nicht schmerzhafte Reize verbunden.

Über verschiedene Mechanismen "gewöhnt" sich der Körper an die erworbene krankhafte Schmerzverarbeitung – die Gefahr einer Chronifizierung der Schmerzen ist groß.

Neuropathischer Schmerz entsteht im Rahmen verschiedener Erkrankungen, wie z.B. diabetischer Polyneuropathie, einer Neuralgie nach Gürtelrose oder selten bei Erkrankungen des Gehirns wie einer Schädigung des Thalamus, eines Schmerzverarbeitungszentrums.

Es gibt Mischformen aus nozizeptivem und neuropathischem Schmerz.

Somatoformer Schmerz

Somatoformer Schmerz tritt ohne erklärende körperliche Ursache auf. Ungeachtet dessen ist das Schmerzempfinden der betroffenen Personen real – somatoformer Schmerz tut nicht "weniger weh" oder andersartig weh als sonstige Schmerzformen.

Ebenso wie andere Arten des Schmerzes kann auch somatoformer Schmerz zu körperlichen Reaktionen führen, die weiteren Schmerz nach sich ziehen. So kann beispielsweise somatoformer Rückenschmerz zu einer Schonhaltung führen die schmerzhafte Verspannungen nach sich zieht. Der Mechanismus illustriert, weshalb auch somatoformer Schmerz mit anderen Schmerzformen kombiniert auftreten kann.

Untersuchung und Behandlung

Schmerz ist eine sehr subjektive Empfindung. Ein und derselbe Reiz wird von unterschiedlichen Menschen verschiedenen wahrgenommen. Diese individuellen Unterschiede in der Schmerzverarbeitung sind wichtige Faktoren bei der erfolgreichen Behandlung von Schmerz.

Neben einer üblichen Untersuchung und Anamnese wird eine genaue Schmerzanamnese durchgeführt. Wichtig hierbei ist:

  • Wo genau ist der Schmerz lokalisiert?
  • Was sind die Auslöser?
  • Gibt es Faktoren die den Schmerz verstärken oder lindern?
  • Wie groß ist die Intensität?
  • Wie wird der Schmerz beschrieben? (brennend, stechend, dumpf etc.)
  • Wann hat der Schmerz begonnen?
  • Gibt es begleitende Beschwerden? (Verspannung, Übelkeit etc.)
  • Werden Schmerzmittel eingenommen? Wenn ja, welche? Wie gut haben sie geholfen?
  • Welche Auswirkungen hat der Schmerz auf Aktivitäten, Beziehungen und die Arbeitsfähigkeit?

Es kann zur genaueren Beantwortung dieser Fragen sinnvoll sein ein Schmerztagebuch zu führen.

Heute stehen für die wirksame Behandlung von Schmerzen zahlreiche Behandlungsmethoden und Medikamente zur Verfügung. Die moderne Schmerztherapie integriert in individuellen Behandlungskonzepten verschiedene Verfahren wie Psychotherapie, Physiotherapie und verschiedene medikamentöse (pharmakologische) Therapien. Sie bindet außerdem Verfahren ein die Betroffene körperlich und seelisch aktivieren.

Eine genaue und möglichst rasche Diagnose ist freilich wichtig um die optimale Therapie zu finden, Folgeschäden zu vermeiden und eine Chronifizierung zu verhindern.

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